Institut für Energie- und Klimaforschung Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEK-STE)

Die Hauptforschungsprojekte des IEK-STE zielen darauf ab, die langfristigen Charakteristika zukünftiger Energiesysteme sowie die aus ihrer Einführung resultierenden Folgen für die Entwicklung der untersuchten Regionen zu untersuchen. Auf dieser Grundlage konzentriert sich das Institut  auf die Analyse und Bewertung von Transformationspfaden, wobei nicht nur die technisch-wirtschaftliche Effizienz, sondern auch die soziale Machbarkeit und die sozio-technischen Wechselwirkungen im Mittelpunkt stehen.

Dieser Ansatz ermöglicht die Bereitstellung des erforderlichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fachwissens, um Energiesysteme auf der Grundlage einer technologischen Bewertung zu transformieren. Dabei werden natürlich ebenfalls die Perspektiven und Zielkonflikte der verschiedenen Akteure berücksichtigt. Gleichzeitig integriert die entwickelte Methodik modellgestützte Szenarien sowohl zum sozialen Kontext, zu Transformationspfade, Präferenzen und Verhaltensmuster von Interessengruppen als auch zur Nachhaltigkeitsentwicklung.

Beitrag zum H2ATLAS-AFRICA-Projekt
Der Hauptbeitrag des IEK-STE zum H2ATLAS-AFRICA-Projekt besteht in der Bewertung des sozio-politischen Kontextes und der Analyse der Entwicklungschancen der westlichen und südlichen Länder Afrikas. Zu diesem Zweck wird die aktuelle regionale Situation durch eine Analyse der der demographischen und sozioökonomischen Indikatoren, welche durch den Energie-, Wasser- und Stromverbrauch beeinflusst werden, untersucht. Anhand der künftigen regionalen Perspektiven werden die Auswirkungen von grünem Wasserstoff auf die Beschäftigung und sozioökonomische Verbesserungen sowie die Überwindung von Investitionsbeschränkungen evaluiert.

Das Projekt zielt auf eine Geolokalisierung des grünen Wasserstoffpotenzials ab. Parall dazu wäre die Umsetzung der nationalen und regionalen Untersuchungen in eine Darstellung der räumliche Verteilung, ein zusätzliches Ergebnis. Dies wird hauptsächlich qualitativ geschehen, indem die wichtigsten Trends der Indikatoren, die sich auf die Angebotsnachfrage auswirken, überprüft werden. Zu diesen Indikatoren gehören zum Beispiel die Urbanisierungsrate, die regionale Migration, die Elektrifizierungsrate oder die Verteilung der Industrie.

Institutsleiter

Dr. Wilhelm Kuckshinrichs
Forschungszentrum Jülich GmbH

Wilhelm-Johnen-Straße
52425 Jülich

Dr. Amin Lahnaoui
Forschungszentrum Jülich GmbH

Wilhelm-Johnen-Straße
52425 Jülich